Die häufigsten Fragen in einem Vorstellungsgespräch
Montag 13. Februar 2012 von Der Bewerbungsratgeber
Wer es mit seiner, vom Profi perfektionierten, Bewerbung endlich zum Vorstellungsgespräch geschafft hat, sollte jetzt auch gut vorbereitet sein. Welches sind die häufigsten Fragen in einem solchen Gespräch und was steckt dahinter?
1. Wir würden gerne etwas über Sie als Mensch & Person erfahren.
Hier will man einen Einblick in Ihre Persönlichkeit gewinnen. Sie haben natürlich gleichzeitig die Möglichkeit sofort zu Punkten. Bereiten Sie sich gut vor, lernen Sie am besten die Stichpunkte auswendig, so daß Sie auch noch bei evtl. Aufregung die wichtigen Aspekte parat haben.
Ehrlichkeit ist Trumpf, denn hier soll geklärt werden, ob Sie zum Unternehmen passen. Das ist für Sie von gleicher Bedeutung wie für das Unternehmen, denn nur in einem Unternehmen, das zu Ihnen paßt, werden Sie sich später wohl fühlen.
Wichtig ist, daß man hier auf der beruflichen Ebene bleibt. Ein wenig Privates sollte auch dabei sein, aber eine untergeordnete Rolle spielen. Eine kurze Rückfrage, ob private Bereiche auch angerissen werden sollen, können das im Gespräch klären.
2. Warum möchten Sie diesen Job haben?
Hier geht es um Ihre Motivation. Was bewegt Sie zu dieser Bewerbung um diese Position? Ist es Ihr Traumjob oder nur eine Notlösung? Diese Frage ist die absolute Schlüsselfrage und eine der wichtigsten, die Sie in einem Vorstellungsgespräch gestellt bekommen.
Daher sollten Sie hier vorher genau wissen, was Sie sagen und mind. 4-5 Minuten flüssig reden können. Dieser Monolog darf gerne etwas unterhaltsam sein.
3. Warum sollen wir Sie für diese Stellung auswählen?
Man will von Ihnen wissen, wie Sie sich selbst einschätzen und vor allem selbst darstellen. Das ist dann von besonderer Bedeutung, falls Sie später stark im Kundenkontakt stehen. Hier können Sie gut die “Werbetrommel” rühren!
Für viele Unternehmen ist es wichtig, daß Sie zum Unternehmen passen. Dabei können Sie sich bei dieser Frage an der Unternehmensphilosophie orientieren.
4. Wie sind Ihre Vorstellungen von dieser Anstellung und unserem Unternehmen?
Es soll getestet werden, wie gut Sie sich vorbereitet haben. Haben Sie vorher in Erfahrung gebracht, was Sie in diesem Job erwartet. Können Sie dies realistisch einschätzen? Wichtig ist, daß Sie Ihre Erwartungen konkret und plausibel begründen können und nicht nur plumpe Wiederholungen bringen.
Sie können Informationen aus dem Internet einholen und in Foren fragen, falls hier Unklarheiten bestehen. Sollten Sie bereits Erfahrungen in diesem Bereich haben, ist dies natürlich von Vorteil.
5. Erzählen Sie uns doch etwas über Ihre Stärken & Schwächen.
Diese Frage ist sehr leicht gestellt und wohl am härtesten zu beantworten. Falsch wäre es tausend Stärken aufzuzählen und zu sagen, dass Sie eigentlich gar keine Schwächen haben. Deshalb setzen Sie sich mal in Ruhe hin und überlegen Sie, was sie hierauf antworten könnten. Wichtig ist, dass in Ihren Schwächen keine so genannte “Ausschlusskriterien” zur Sprache kommen.
Einen “Choleriker” stellt z.B. keiner (gerne) ein. Natürlich sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass Sie sich hier nicht auf der Couch Ihres Psychiaters befinden.
6. Welche Ziele möchten Sie in 5 oder 10 Jahren erreicht haben?
Was für ein Mensch sind Sie? Haben Sie sich feste Ziele in Ihrem Leben gesetzt und ein Fernziel? Oder leben Sie nur von Tag zu Tag und sind froh, wenn Sie diesen Job auch morgen noch haben? Falls Sie über diese Frage noch nicht nachgedacht haben. Jetzt ist eine prima Gelegenheit dafür.
Man möchte wissen, ob Sie ein Visionär sind und wie viel Motivation (“Power”) Sie mitbringen. Übertreibungen bei dieser Frage können schnell dazu führen, dass Ihr gegenüber den Eindruck bekommt, dass Sie bald auf seine / ihre Position “scharf” sind.
7. Was gefällt Ihnen an Ihrem momentanen Job? Warum machen Sie ihn?
Ähnliche Fragen könnten lauten: Wie war Ihr bisheriger Berufsweg? Warum haben Sie damals den Arbeitsplatz gewechselt? Man möchte erfahren, ob sich ein roter Faden durch Ihr Leben zieht, oder ob Sie alles und gar nichts gemacht haben. Hier können Sie die Sätze aus Ihren Bewerbungsunterlagen aufgreifen und noch mal ausführlich darlegen und begründen.
8. Was sind die wichtigsten Felder in Ihrem Beruf?
Können Sie Ihr Arbeitsgebiet und Ihre Arbeitsleistung gekonnt und übersichtlich strukturiert darstellen? Hier müssen Sie darauf achten, dass Sie auf der einen Seite nicht nur an der Oberfläche bleiben, auf der anderen Seite dürfen Sie auch keine Firmengeheimnisse ausplaudern.
9. Was sind Ihre Hobbys?
Hier möchte man Ihre ganze Person kennenlernen. Heutzutage immer wichtiger. Vor allem in den höheren Positionen, wo immer länger und auch am Wochenende gearbeitet wird, sind diese Informationen ein weiterer Baustein zur Frage, ob Sie zum Unternehmen und zu den Kollegen passen. Beachten Sie, dass eine ausführliche Beschreibung Ihrer Lieblingssportarten nicht zu Kosten Ihrer Lieblingsliteratur oder Ihres Engagements in der Gemeinde, Verein, etc gehen sollte.
10. Haben Sie noch Fragen an uns?
Jetzt drehen Sie den Spieß um. Aber auch hier ist große Vorsicht geboten. Was Sie jetzt Fragen spiegelt Ihre Vorbereitung wieder. Plumpe Fragen, die man eher im Internet hätte abklären können sind nicht angebracht. Eher können Sie jetzt zeigen, wie gut Sie sich vorbereitet haben und wo Sie noch Klärungsbedarf n.
Wer sich richtig professionell auf sein Vorstellungsgespräch vorbereiten will, der sollte sich möglicherweise hier http://www.mein-perfektes-bewerbungsgespraech.com helfen lassen. 35 Personaler haben zusammen einen einmaliges Ratgeberbuch herausgegeben. Man findet u. a. über 60 der meist gestellten Fragen und die besten Antworten, sowie die wichtigsten Dinge auf die man sich gut vorbereiten sollte. So wird es wohl ganz sicher klappen…
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