Die perfekte Bewerbung schreiben

Wie Sie sich richtig bewerben

Gute Tipps für die perfekte Bewerbung

Mittwoch 11. April 2012 von Der Bewerbungsratgeber

Wie sehr darf ich aufhübschen? Sollte ich alle bisherigen Jobs in die Bewerbung schreiben? Darf ich übertreiben? Experten erklären, auf was es bei einer erfolgreichen Bewerbung ankommt.

Für den ersten Eindruck hat man keine zweite Chance. Das gilt gerade für die Bewerbung. Liegt sie einmal beim Personaler auf dem Tisch, zählt nur noch das gedruckte Wort. Wer sich gut vorbereitet und in der Bewerbung zeigt, womit er die Anforderungen erfüllt, ist auf dem richtigen Weg. Das klingt einfach, ist aber wirksam, sagt die Karriereberaterin Sabine Kanzler aus Ingelheim am Rhein.

Bei der Bewerbung können die unzähligen Vorlagen im Netz für Unerfahrene hilfreich sein, aber man sollte sie höchstens als Gerüst sehen und nie so übernehmen, rät Bewerbungsexpertin Sabine Neumaier aus Berlin. “Die Bewerbung muss zur Person passen”, sagt Kanzler.

Vorbereitung: “Erstmal sollte man sich über den eigenen Stand bewusstwerden”, rät Kanzler. “Welche Qualifikationen, welche Stärken habe ich?” Der Bewerber sollte das Stellenprofil gut kennen und gucken, in welchen eigenen Erfahrungen und Fähigkeiten sich die Erwartungen widerspiegeln und diese in der Bewerbung herausstellen. Grundsätzlich gilt: Ein wenig aufpolieren ist erlaubt, aber nicht übertreiben und immer bei der Wahrheit bleiben.

Sonst wird es im Bewerbungsgespräch schnell unangenehm. Ebenfalls Teil der Vorbereitung sollten Kenntnisse über das Unternehmen und die Branche sein – dazu gehört der Internetauftritt der Firma.

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Bewerbungsmappe: Karriereberaterin Kanzler rät von mehrseitigen Mappen ab. Diese könnten vielen Personalchefs missfallen: “Sie nehmen aufgeklappt den halben Schreibtisch ein.” Besser sei eine leichte, gut handhabbare und stabile Klemmmappe. Auf der sicheren Seite liege man mit Farben wie dunkelblau oder dunkelgrün.

Deckblatt: Das ist kein Muss, aber sehr empfehlenswert. Es kann als persönliche Note mit gutem Werbeeffekt genutzt werden.

Foto: Ein Foto darf bei der Bewerbung in Deutschland nicht mehr verlangt werden. Dennoch ist es üblich und sehr empfehlenswert. Die Investition in ein professionelles Foto sei ratsam. “Ziemlich albern kommen Bilder aber in Denkerposen herüber”, warnt Kanzler. “Und darauf achten, dass die Haare sitzen und die Kleidung stimmt”, rät Neumaier.

Anschreiben: “Es soll keine Nacherzählung des Lebenslaufes sein”, warnt Kanzler. Das Anschreiben ist die Gelegenheit, zu glänzen – mit den eigenen Erfahrungen. Auf Floskeln wie “mit großer Begeisterung habe ich von der Stelle erfahren” oder “in mir finden Sie eine flexible und motivierte Mitarbeiterin” kann man verzichten. Aufschlussreicher sei es, von konkreten Aufgaben oder Projekten zu erfahren, die der Bewerber bisher bewältigt hat. “Beschreiben Sie praktische Beispiele aus der Vergangenheit, in denen bestimmte Eigenschaften sichtbar werden”, rät Kanzler. “Hinterlassen Sie keine Schleimspur, aber erwähnen Sie in einem Nebensatz, warum sie gerade in dieses Unternehmen wollen”, sagt Neumaier. Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein.

Lebenslauf: “Das Herz der Bewerbung ist der Lebenslauf”, sagt Karriereberaterin Neumaier. Dort gehören alle Berufserfahrungen und Qualifikationen hinein. Immer mehr durchgesetzt hat sich der anti-chronologische Lebenslauf. Dabei fängt man mit der Gegenwart an und arbeitet sich rückwärts durch. Der Lebenslauf sollte klar strukturiert sein. Bei den Angaben von Zeiträumen reichen Monat und Jahr. Der Lebenslauf muss datiert und unterschrieben sein.

Fazit: Der Erfolgs-Bewerbungscoach Jörns Bühner aus Berlin sagt dazu: ” Es ist für eine wirklich erfolgreiche, perfekte Bewerbung ganz entscheidend, dass ich niemals Muster oder Vorlagen verwende. Persönlichkeit, Individualität, Einzigartigkeit sind ganz wichtig. Werbung für sich zu machen, sich selbst als Top Produkt mit hohem Mehrwert für das Unternehmen zu präsentieren, ist absolut entscheidend. Nur wer es versteht, dem Empfänger seiner Bewerbung ein rundum positives Gefühl, ein gutes Bauchgefühl zu vermitteln, schafft es unter die Top Five im Bewerbungsstapel. Es geht immer um Werbung, um ganz viel Ansprache, auch des Unterbewußtseins des Personalers. In meinen Seminaren weise ich hier immer wieder darauf hin. Man kann es gar nicht oft genug sagen: Es geht um BeWerbung der eigenen Person. Da kann ich nicht mit Standardbewerbungen kommen.”

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Gute Bewerbungstipps für Arbeitslose

Dienstag 10. April 2012 von Der Bewerbungsratgeber

Wer seinen Job verloren hat, fühlt sich in der Regel richtig mies. Doch auf der Suche nach einer neuen Stelle sollten Bewerber ihre negativen Gefühle unbedingt verbergen. Denn es kommt darauf an, sich gut zu verkaufen und Selbstbewusstsein zu zeigen

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“Bloß keine Verzweiflung zeigen”, rät der Bewerbungscoach Jörns Bühner (Agentur Bühner) aus Berlin. “Vor allem wer länger arbeitslos war, muss mehr als andere beweisen, dass er motiviert und leistungsbereit ist.” Bewerber sollten sich daher zunächst einmal klarmachen, dass Jobwechsel spätestens seit der Finanzkrise nichts Ungewöhnliches mehr sind. “Ein Job ist heute nicht mehr für ein Leben lang, das wissen auch wir als Arbeitgeber”, sagt Simone Wamsteker, die sich beim Berater Accenture in Kronberg im Taunus um das Personalmarketing kümmert.

Die Zeit der Arbeitslosigkeit kommt aber spätestens im Bewerbungsgespräch auf den Tisch. Beim Pharmaunternehmen Bayer in Leverkusen wird gezielt gefragt, wie der Bewerber diese Zeit gefüllt hat. “Es wird geprüft, ob der oder die Arbeitssuchende das berufliche Wissen und Können zum Beispiel durch Trainingsmaßnahmen oder befristete Tätigkeiten auf dem aktuellen Stand gehalten hat”, sagt Firmensprecherin Elke Ickenstein. Sie rät Bewerbern, das Thema Arbeitslosigkeit offen anzusprechen – am besten bereits in der schriftlichen Bewerbung.

Ähnlich sieht das Simone Wamsteker: “Wenn jemand selbstbewusst mit seiner Arbeitslosigkeit umgeht und erklären kann, was er in der Zeit getan hat, dann ist das für uns kein Thema.” Dabei muss die Zeit nicht immer mit Fortbildungen gefüllt werden. Auch eine langersehnte Weltreise kann positiv wirken – wenn sie gut verkauft wird.

“08/15″-Bewerbungen haben kaum Aussicht auf Erfolg

Arbeitslose dürfen außerdem nicht den Fehler machen, bei der Jobsuche nach dem Schrotflinten-Prinzip vorzugehen. “Man sollte sich nicht wahllos bewerben”, warnt Laufbahnberaterin Julia Funke aus Frankfurt/Main. Denn “08/15″-Bewerbungen bekommen schnell eine Absage – und diese macht wiederum dem Selbstbewusstsein zu schaffen. “Ich muss mich fragen: Wo will ich hin, was kann ich, was zeichnet mich aus?”

Mit einem persönlichen Kompetenzprofil ausgestattet, können dann passende Stellen gesucht werden. Sie müssen nicht unbedingt in der Branche zu finden sein, aus der Bewerber kommen. Wollen Bewerber sich neu ausrichten, dürfen sie sich aber nicht verbiegen. “Egal ob arbeitslos oder nicht, Bewerber müssen in Gesprächen authentisch bleiben”, sagt Funke. Wer ehrlich erklären kann, warum er einen Job haben möchte, habe auch in neuen Branchen Chancen.

Bei Lohnforderungen müssen arbeitslose Bewerber nicht bescheidener sein als andere. Der Arbeitsmarkt gibt nach Ansicht der Experten derzeit zwar keine hohen Gehälter her. Aber das gilt für alle Bewerber – ob arbeitslos oder nicht. Etwas anders sehe es bei Langzeitarbeitslosen aus, meint der Bewerbungscoach Jörns Bühner. “Wer länger als ein Jahr arbeitslos ist, muss leider auch bereit sein, die Leiter ein paar Stufen tiefer wieder zu erklimmen, d. h. evtl. etwas weniger Gehalt fordern, um den Wiedereinstieg zu schaffen.”

Jörns Bühner ist seit vielen Jahren als Firmeninhaber der Agentur Bühner Personaldienstleistungen auch als Bewerbungscoach bekannt und Autor des Bewerbungsratgeber Bestellers „So führt Ihre Bewerbung garantiert zum Vorstellungsgespräch“. Weiter sagt der Bewerbungsexperte: „Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten 10 Jahren extrem verändert. Das wird in den nächsten 5 Jahren eine weitere gravierende Fortsetzung erfahren.“ Die Arbeitnehmer müssten sich in Ihren Bewerbungen wesentlich mehr auf die veränderten Situationen am Arbeitsmarkt einstellen, um wirklich erfolgreiche Bewerbungen zu schreiben.

Aber er macht gleichzeitig allen Menschen, die sich um einen Arbeitsplatz bemühen auch Mut und zeigt wie es richtig geht und gut zu schaffen ist.  Eine professionelle Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen ist fast schon Pflicht, wenn man es wirklich ernst meint und den Erfolg nicht dem Zufall überlassen will

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