Die perfekte Bewerbung schreiben

Wie Sie sich richtig bewerben

Das Bewerbungsgespräch: Die 10 schlimmsten Fehler

Mittwoch 2. Mai 2012 von Der Bewerbungsratgeber

Ein 43-jähriger Bewerber nimmt seine Mutter mit zum Vorstellungsgespräch, ein anderer flüchtet auf die Toilette und kehrt nie mehr zurück. Die Top Ten der Bewerbungshämmer.

Jeder Arbeitnehmer hat es hinter sich: das Vorstellungsgespräch. Doch während Angestellte sich in ihrem Leben meist nur durch eine Handvoll Bewerbungen quälen, führen Personalchefs großer Unternehmen mehrere Hundert Vorstellungsgespräche im Jahr. Manche von ihnen sind so unglaublich schlecht, dass sie eher an eine Sketch-Show erinnern.

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Das Bewerbungsgespräch

In einer Online-Studie des Forschungsinstituts Harris Interactive im Auftrag von CareerBuilder.de verrieten 270 deutsche Manager und Personalverantwortliche die unglaublichsten Erlebnisse.

Die zehn schlimmsten Patzer im Vorstellungsgespräch:

  • Der Bewerber brachte seine Mutter zum Gespräch mit – er war 43 Jahre alt.
  • Der Bewerber flüchtete auf die Toilette und kam nie zurück.
  • Der Bewerber bat den Gesprächsführer, sich zu beeilen, da er keine Zeit für ein langes Gespräch habe.
  • Der Bewerber startete einen Annährungsversuch an den Personalverantwortlichen.
  • Der Bewerber ging während des Gesprächs an sein Handy.
  • Der Bewerber bohrte während des Gesprächs in der Nase.
  • Der Gesprächsführer betonte, dass man für den Job angemessen gekleidet sein müsse. Daraufhin erwiderte der Bewerber, dass er sich im Jogginganzug wohler fühle.
  • Ein Bewerber für eine Stelle im IT-Support behauptete, er könne alles – sowohl Computer als auch Autos reparieren und reinigen – einfach alles. Die Begriffe „Festplatte“ und „Speicher“ sagten ihm allerdings nichts.
  • Der Bewerber zündete sich mitten im Gespräch eine Zigarette an.
  • Der Bewerber erschien betrunken zum Gespräch.

Zusätzlich zu den ungewöhnlichsten Vorfällen gaben die befragten Arbeitgeber die häufigsten Fehler während eines Bewerbungsgesprächs an. 73 Prozent der Personaler nannten scheinbares Desinteresse als gravierendsten Fauxpas, den ein Bewerber sich erlauben könne, dicht gefolgt von Arroganz und unpassender Kleidung.

Gute Vorbereitung ist Pflicht

Für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch raten Bewerbungsexperten zu guter Vorbereitung. Nichts zeugt so sehr von Desinteresse wie ein schlecht informierter Jobaspirant. Heutzutage ist es einfacher als je zuvor, Informationen über ein Unternehmen und dessen geschäftliche Aktivitäten zu finden. Bewerber, die diese Möglichkeit nicht nutzen, werden schnell als faul, unmotiviert oder desinteressiert abgestempelt.

Vorstellungsgespräch ist kein Plauderstündchen

Jobsuchende sollten während des Gesprächs nicht zu persönlich werden. Kein Unternehmen will, dass ein Angestellter seine Probleme mit zur Arbeit bringt. Auch wenn das Gespräch noch so zwanglos verläuft, müssen Bewerber immer professionell wirken und überflüssige private Informationen für sich behalten.

Karriereexperten raten, im Vorstellungsgespräch immer ehrlich zu bleiben. Personalchefs erwarten nicht, dass Bewerber auf alle Fragen eine Antwort haben. Oft prüfen Arbeitgeber nur die Reaktion auf knifflige Fragen, um zu sehen, wie Jobaspiranten mit Druck umgehen. Es ist weitaus schlimmer, bei einer Lüge erwischt zu werden, als zuzugeben, dass man etwas nicht weiß.

Fangfragen üben

„Erzählen Sie etwas von sich!“, „Warum möchten Sie bei uns arbeiten?“, „Was motiviert Sie?“ – Diese Fragen sind scheinbar leicht zu beantworten, doch andererseits sind sie so vage, dass Bewerber aus dem Konzept geraten können, wenn sie nicht wissen, wo sie anfangen oder aufhören sollen. Aus diesem Grund müssen sie sich sich bereits vorab Gedanken über Fangfragen machen. Eine Antwort aus dem Bauch heraus geht meist schief.

Zudem sollten Jobsuchende im Vorstellungsgespräch nichts Negatives über ehemalige Arbeitgeber erzählen. Ganz egal, wie verführerisch es ist, die Leidensgeschichte aus früheren Jobs zu erzählen, und egal, wie sehr der Gesprächsführer dazu drängt, Bewerber dürfen nicht in Lästereien verfallen. Personalverantwortliche schließen daraus, dass sie auch ihren neuen Arbeitgeber in Zukunft schlechtreden würden. Quelle: http://www.focus.de/finanzen/karriere

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Gute Tipps für die perfekte Bewerbung

Mittwoch 11. April 2012 von Der Bewerbungsratgeber

Wie sehr darf ich aufhübschen? Sollte ich alle bisherigen Jobs in die Bewerbung schreiben? Darf ich übertreiben? Experten erklären, auf was es bei einer erfolgreichen Bewerbung ankommt.

Für den ersten Eindruck hat man keine zweite Chance. Das gilt gerade für die Bewerbung. Liegt sie einmal beim Personaler auf dem Tisch, zählt nur noch das gedruckte Wort. Wer sich gut vorbereitet und in der Bewerbung zeigt, womit er die Anforderungen erfüllt, ist auf dem richtigen Weg. Das klingt einfach, ist aber wirksam, sagt die Karriereberaterin Sabine Kanzler aus Ingelheim am Rhein.

Bei der Bewerbung können die unzähligen Vorlagen im Netz für Unerfahrene hilfreich sein, aber man sollte sie höchstens als Gerüst sehen und nie so übernehmen, rät Bewerbungsexpertin Sabine Neumaier aus Berlin. “Die Bewerbung muss zur Person passen”, sagt Kanzler.

Vorbereitung: “Erstmal sollte man sich über den eigenen Stand bewusstwerden”, rät Kanzler. “Welche Qualifikationen, welche Stärken habe ich?” Der Bewerber sollte das Stellenprofil gut kennen und gucken, in welchen eigenen Erfahrungen und Fähigkeiten sich die Erwartungen widerspiegeln und diese in der Bewerbung herausstellen. Grundsätzlich gilt: Ein wenig aufpolieren ist erlaubt, aber nicht übertreiben und immer bei der Wahrheit bleiben.

Sonst wird es im Bewerbungsgespräch schnell unangenehm. Ebenfalls Teil der Vorbereitung sollten Kenntnisse über das Unternehmen und die Branche sein – dazu gehört der Internetauftritt der Firma.

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Bewerbungsmappe: Karriereberaterin Kanzler rät von mehrseitigen Mappen ab. Diese könnten vielen Personalchefs missfallen: “Sie nehmen aufgeklappt den halben Schreibtisch ein.” Besser sei eine leichte, gut handhabbare und stabile Klemmmappe. Auf der sicheren Seite liege man mit Farben wie dunkelblau oder dunkelgrün.

Deckblatt: Das ist kein Muss, aber sehr empfehlenswert. Es kann als persönliche Note mit gutem Werbeeffekt genutzt werden.

Foto: Ein Foto darf bei der Bewerbung in Deutschland nicht mehr verlangt werden. Dennoch ist es üblich und sehr empfehlenswert. Die Investition in ein professionelles Foto sei ratsam. “Ziemlich albern kommen Bilder aber in Denkerposen herüber”, warnt Kanzler. “Und darauf achten, dass die Haare sitzen und die Kleidung stimmt”, rät Neumaier.

Anschreiben: “Es soll keine Nacherzählung des Lebenslaufes sein”, warnt Kanzler. Das Anschreiben ist die Gelegenheit, zu glänzen – mit den eigenen Erfahrungen. Auf Floskeln wie “mit großer Begeisterung habe ich von der Stelle erfahren” oder “in mir finden Sie eine flexible und motivierte Mitarbeiterin” kann man verzichten. Aufschlussreicher sei es, von konkreten Aufgaben oder Projekten zu erfahren, die der Bewerber bisher bewältigt hat. “Beschreiben Sie praktische Beispiele aus der Vergangenheit, in denen bestimmte Eigenschaften sichtbar werden”, rät Kanzler. “Hinterlassen Sie keine Schleimspur, aber erwähnen Sie in einem Nebensatz, warum sie gerade in dieses Unternehmen wollen”, sagt Neumaier. Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein.

Lebenslauf: “Das Herz der Bewerbung ist der Lebenslauf”, sagt Karriereberaterin Neumaier. Dort gehören alle Berufserfahrungen und Qualifikationen hinein. Immer mehr durchgesetzt hat sich der anti-chronologische Lebenslauf. Dabei fängt man mit der Gegenwart an und arbeitet sich rückwärts durch. Der Lebenslauf sollte klar strukturiert sein. Bei den Angaben von Zeiträumen reichen Monat und Jahr. Der Lebenslauf muss datiert und unterschrieben sein.

Fazit: Der Erfolgs-Bewerbungscoach Jörns Bühner aus Berlin sagt dazu: ” Es ist für eine wirklich erfolgreiche, perfekte Bewerbung ganz entscheidend, dass ich niemals Muster oder Vorlagen verwende. Persönlichkeit, Individualität, Einzigartigkeit sind ganz wichtig. Werbung für sich zu machen, sich selbst als Top Produkt mit hohem Mehrwert für das Unternehmen zu präsentieren, ist absolut entscheidend. Nur wer es versteht, dem Empfänger seiner Bewerbung ein rundum positives Gefühl, ein gutes Bauchgefühl zu vermitteln, schafft es unter die Top Five im Bewerbungsstapel. Es geht immer um Werbung, um ganz viel Ansprache, auch des Unterbewußtseins des Personalers. In meinen Seminaren weise ich hier immer wieder darauf hin. Man kann es gar nicht oft genug sagen: Es geht um BeWerbung der eigenen Person. Da kann ich nicht mit Standardbewerbungen kommen.”

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